Stattegg: Die Karten werden neu gemischt

SPÖ und FPÖ nehmen einen neuen Anlauf. Die Bürgerliste tritt nicht mehr an.

Von Andrea Rieger

Stattegg zählt zu jenen Gemeinden, wo der Tag der Gemeinderatswahl Spannung verspricht. Die Bürgerliste Stattegg, die 2020 aus dem Stand 35 Prozent der Stimmen erringen konnte und derzeit fünf Gemeinderäte stellt, wird nicht mehr kandidieren. „Wir wollten damals den Ort verändern und sahen dringenden Handlungsbedarf. Nachdem die Projekte, die wir für besonders wichtig hielten, nun auf Schiene sind, ziehen wir uns zurück“, erklärt Jürgen Trixl von der Bürgerliste. Der geplante Neubau der Volksschule und die Errichtung eines Gesundheitszentrums im Ortszentrum zählen für ihn dazu.

Was der Bürgerliste 2020 auf jeden Fall gelungen ist: Regierte die ÖVP davor mit einer absoluten Mehrheit, war die mit der Wahl Geschichte. Andreas Kahr-Walzl (ÖVP) löste seinen Parteikollegen Karl Zimmermann ab. Ein Generationenwechsel fand auch unter den ÖVP-Gemeinderäten statt. Für die Position des Vizebürgermeisters einigten sich ÖVP und Bürgerliste auf eine Teilzeitlösung. Abseits des Gemeinderats will sich die Bürgerliste weiter in der Gemeinde einbringen. Am 14. März lädt man etwa zur Diskussion mit den Spitzenkandidaten der Parteien, die diesmal antreten.

Wer nun vom Abgang der Bürgerliste profitieren wird, wird sich zeigen. Kahr-Walzl geht für die ÖVP mit dem Bürgermeisterbonus ins Rennen. Die FPÖ, die 2020 ihr einziges Gemeinderatsmandat in Stattegg verlor, nimmt mit dem Listenersten Rene Jamnigg einen neuen Anlauf. Auch die SPÖ hatte 2020 nichts zu feiern, sie büßte ihre zwei Mandate ein und ist derzeit nicht im Gemeinderat vertreten. SPÖ-Spitzenkandidat Christoph Schribl möchte nun den Wiedereinzug schaffen. Die Grünen konnten 2020 ein Mandat dazugewinnen und stellen derzeit drei Gemeinderäte. Listenerste der Grünen ist Sabine Sill.